Impfung und Entwurmung beim Hund

Ab welchem Alter welche Schutzimpfung empfohlen wird was nötig ist und Tipps zur regelmäßigen Entwurmung.

Entwurmen

Sogut wie alle Hunde werden schon vor der Geburt mit Spulwürmern infiziert. Die in der Mutter ruhenden Larven werden in der Trächtigkeit aktiviert und wandern über die Plazenta bis in die Leber der ungeborenen Welpen ein. Nach der Geburt wandern diese weiter in die Lunge und entwickeln sich letztendlich im Darm zu geschlechtsreifen Würmern.

Ausgewachsene Hunde können sich beispielsweise durch Schnüffeln an Hundehäufchen jederzeit neu infizieren, aber auch Menschen tragen die winzigen, nicht sichtbaren Eier z.B. an den Schuhsohlen mit in die Wohnung und verbreiten somit die infektiösen Eier. Die Eier oder Larven verschiedener Wurmarten können durch Lecken über die Zunge aufgenommen werden, es gibt aber auch Larven, die direkt durch die Haut eindringen können.

Welpen können schon in den ersten Lebenstagen bei einem massiven Wurmbefall schwer erkranken und sogar sterben. Ist ein Hund von Würmern befallen können deutliche Krankheiten beim Hund auftreten. Direkte und indirekte Wirkungen der Parasiten können Darmentzündungen, Blutverlust, Resorptionsstörungen, Lungenschäden, Blutarmut und damit verbundene Mangelzustände sein. Ebenso sind Veränderungen in Leber, Nieren, Herzmuskel, und Netzhaut möglich.

Da die Folgen einer Infektion eines Welpen, besonders schwerwiegende Folgen haben kann, sollte der Welpe schon mit ca. zwei Wochen das erste mal entwurmt werden. Die Behandlung sollte dann alle zwei Wochen bis zum Alter von ca. 10-12 Wochen wiederholt werden. Da die Entwurmung nicht vorbeugend wirkt, ist es wichtig sie bei einem jugendlichen bzw. ausgewachsenen Hund regelmäßig etwa 3-4 x jährlich zu wiederholen.

Impfplan

Im Alter von: Impfungen gegen:
ca. 6-8 Wochen Parvovirose, Zwingerhusten
ca. 8-10 Wochen 
Staupe, Hepatitis, Leptospirose
ca. 10-12 Wochen Parvovirose, Zwingerhusten
ca. 12-14 Wochen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Tollwut
jährliche Wiederholung (Achtfachimpfung bis fünf Jahre) Staupe, Hepatitis, zweierlei Formen von Leptospirose, zweifache Parvovirose, Zwingerhusten, Tollwut Im höheren Alter reicht die Dreifachimpfung.

Impfungen bei Hunden

Leider müssen wir bei Abgabe von Hunden im Tierheim immer wieder feststellen, dass eine gewisse Impfmüdigkeit bei vielen Hundehaltern herrscht. Wir haben dafür kein Verständnis, denn ein Hund braucht neben Fütterung , Pflege und Hygiene auch seine jährlichen Impfungen. Deshalb an dieser Stelle einige wichtige Hinweise zur Gesundheitsvorsorge. Der schottische Landarzt Edward Jenner führte 1796 die erste Impfung überhaupt durch: Er impfte die Kuhpockenlymphe in die Hautwunden von Menschen ein und schützte damit seine Patienten vor den gefürchteten Menschenpocken. So prägte er auch für "Impfstoff" den lateinischen Begriff "Vakzine", von lat. Vacca = Kuh. Impfstoffe für Hunde stehen der Tiermedizin seit ca. 30 Jahren zur Verfügung. Die Ursache von Viruserkrankungen ist nicht behandelbar – allein die rechtzeitige Impfung kann vor einer Ansteckung bewahren. Impfungen schützen unsere vierbeinigen Freunde vor gefährlichen und lebensbedrohlichen Erkrankungen, bewahren sie vor unnötigem Leiden und können den schmerzhaften Verlust unserer lieb gewonnenen Gefährten verhindern. Der Aufwand und die Kosten für einen zuverlässigen Schutz sind gering im Verhältnis zu dem Leid, das im Krankheitsfall durchzustehen ist. Deshalb sollte man beim gesunden Hund schon im frühen Lebensalter mit dem Aufbau des Impfschutzes, der so genannten Grundimmunisierung, beginnen. Die Impfimmunität ist jedoch nicht von Dauer – sie lässt allmählich nach. Das bedeutet: Um die Immunität aufrechtzuerhalten und einen lebenslangen Schutz zu gewährleisten, sind rechtzeitige und regelmäßige Wiederholungsimpfungen notwendig.