Kastration

Die Gründe für eine Kastration und die medizinische Erklärung.

Niedliche Katzenbabys- Endloses Katzenelend

Helfen Sie uns mit Ihrer Spende bei der Kastration von Katzen.

Nicht von ungefähr stellten die Ägypter die Göttin der Fruchtbarkeit in Gestalt einer Katze dar: Ein Katzenpaar kann in 10 Jahren statistisch gesehen ca. 80 Millionen Nachkommen zeugen!


Doch so entzückend diese jungen Kätzchen auch sind – bei weitem nicht alle finden liebevolle und verantwortungsbewusste Besitzer. Noch immer werden viele Katzenjunge auf brutale Weise getötet oder einfach ausgesetzt. Die Überlebenden verwildern, sind meist unterernährt und verenden oft genug jämmerlich an Infektionskrankheiten wie beispielsweise Katzen-Leukose oder dem sogenannten Katzenschnupfen. Viele Tiere werden auch überfahren oder von Jägern erschossen – Gefahren, denen natürlich jede Katze ausgesetzt ist, die sich frei bewegen darf. Allerdings streifen paarungsbereite Katzen und Kater deutlich weiter und ausgiebiger herum, als ihre kastrierten Artgenossen.

Die Kastration wirkt außerdem noch direkt lebensverlängernd: Es ist erwiesen, dass bei Tieren beiderlei Geschlechts viele hormonabhängige Erkrankungen verhindert oder zumindest drastisch reduziert werden. Dazu gehören Gesäugetumore, Gebärmutterentzündungen Prostata- oder Hodenkrebs. Auch wird eine Katze nach der Kastration nicht mehr rollig, die nächtelangen Jaulkonzerte gehören der Vergangenheit an und nahezu alle Tiere stellen nach dem Eingriff das Markieren ein.

Im Heilbronner Tierheim wurden letztes Jahr wieder mehr als 500 Katzen kastriert. Hierunter waren viele streunende, herrenlose Tiere, die von verantwortungsbewussten Privatpersonen oder von ehrenamtlichen Mitgliedern eingefangen, kastriert und dann wieder an ihrem Fundort ausgesetzt wurden.

Die Kosten für die Kastration einer weibl. Katze belaufen sich auf ca.100€, die eines Katers auf ca. 40€ und aufwärts.


Trotz unserer Bemühungen die Katzenpopulation einzudämmen wurden auch letztes Jahr wieder sehr viele Katzenbabys im Tierheim abgegeben, die noch immer nicht alle vermittelt werden konnten. Es warten immer noch Katzenjunge im Tierheim auf ein neues Zuhause.

Die Dreistigkeit ungewollten Nachwuchs loszuwerden kennt mittlerweile auch keine Grenzen mehr: Bevor die Babys im Tierheim abgegeben werden, stellt man sie in einem Korb beim Tierarzt auf der Toilette ab oder wirft sie direkt vor dem Tierheim ins Brombeergebüsch, wo wir dann Mühe haben alle Katzenkinder samt Mutterkatze wieder einzufangen.

Dies bestärkt uns in unserem Engagement die Kastration von Katzen auch weiterhin zu verfolgen und – sofern es das Budget zulässt – zu verstärken. Nur so kann die Katzenpopulation auf einem vernünftigen Maß gehalten und Katzenelend verhindert werden. Wir bitten Sie auch dieses Jahr hierfür um eine Spende, damit wir auch weiterhin Katzen kastrieren und somit die Population eindämmen können.

Die Kastration von Katze und Kater

 

Die Kastration von Heimtieren ist ein seit vielen Jahren in der Tiermedizin durchgeführter operativer Eingriff. Dabei werden beim weiblichen Tier die Eierstöcke, beim männlichen Tier die Hoden entfernt. Sicher, der besorgte Tierbesitzer möchte seinem Liebling Narkosen und Operationen ersparen, jedoch bietet die Kastration außer der Verhinderung unerwünschter Nachkommenschaft einige Vorteile zur Gesunderhaltung des geliebten Hausgenossen. Ohne Zweifel wird die Notwendigkeit der Kastration der weiblichen Katze zur Geburtenkontrolle leicht eingesehen und selbst wenn die Katze nur in der Wohnung lebt, wird kaum ein Tierbesitzer die Dauerrolligkeit seiner Kätzin ertragen können. Doch schon bei der Kastration des Katers werden Zweifel an der Notwendigkeit angemeldet. Schließlich bringt er keine Jungen mit nach Hause und soll doch "seinen Spaß" haben. Übersehen wird hierbei die Verletzungsgefahr für einen unkastrierten Kater bei seinen Streifzügen und Rangkämpfen. Bei eben diesen Rangkämpfen, aber auch beim Geschlechtsakt können tödlich verlaufende Virusinfektionskrankheiten (Leukose, FIP und FIV) übertragen werden. Dies ist nicht nur für die Katzenpopulation, also auch für die Kätzinnen, sondern auch für das Einzeltier eine nicht zu unterschätzende Bedrohung. Unkastrierte, nur in der Wohnung lebende Kater werden alsbald ihr Revier markieren und dieses Verhalten auch nach einer späteren Kastration nicht mehr ablegen. Die Kastration der männlichen und weiblichen Katze ist zur Geburtenkontrolle, zur Eindämmung der Verbreitung von tödlich verlaufenden Viruserkrankungen und aus Gründen der Haltungserleichterung uneingeschränkt zu empfehlen. (Dr. Silke Guggolz) Man könnte natürlich eine Auslegung des Tierschutzgesetzes gegen eine Kastration anführen, da es sich um einen Eingriff an einem gesunden Tier ohne medzinischen Grund handelt, doch angesichts der weltweiten Überpopulation von Hunden und Katzen auf der ganzen Welt haben wir uns für die Kastration der uns anvertrauten Tiere entschieden!