Alton wurde zusammen mit seiner Kumpeline Susi durch die Polizei eingefangen. Denn ihr Besitzer war verzogen und ließ die Hunde alleine zurück, um das Grundstück zu bewachen. Von dort sind die beiden immer wieder ausgerissen.

Alton ist zwar unsicher, aber geht auf alle Besucher freundlich zu. Er liebt es, gestreichelt zu werden und gibt gerne Küsschen. Er spielt aus sehr gerne Ball, wobei er sich beim Zurückkommen erst noch eine Runde mit dem Ball am Boden kullern möchte, bevor man den Ball bitte wieder werden soll.

Auf seinem Gelände meldet er Fremde an, macht aber keine Anstalten, sie am Zutritt zu hindern - wenn sie vielleicht eine Leckerei zur Unterstreichung ihrer freundlichen Absichten mitbringen schon gleich gar nicht. In der Wohnung bellt er bisher nicht mal, wenn Leute vor der Tür sind oder reinkommen.

Alton ist recht lustig und manchmal auch hampelig. Er ist ein kleiner Hasenfuß im Outfit eines Panzers. Man sollte sich nicht täuschen lassen vom Äußeren, sondern auf das sensible Hundelchen, das sich darin versteckt, eingehen.

Alton und Susi kamen als nur mit einander verträglich ins Tierheim, ansonsten unverträglich. Das scheint nicht zu stimmen, sie machen beim Gassigehen keinen Aufstand und waren mittlerweile auch schon (einzeln) mit einem kastrierten Rüden sowie einer Hündin zusammen Gassi ohne Probleme. Frei gespielt hat Alton aber bisher noch mit keinem anderen Hund als Susi, dazu sollte er den anderen Hunde erst einmal noch näher kennenlernen - immerhin ist er jahrelang aus der Übung, da er als unverträglich galt. (Wohlgemerkt, es wurde nicht auf Verträglichkeit hin trainiert vor dem gemeinsamen Gassigehen!)

Alton hat sich auch mit Kindern nett im Umgang gezeigt, allerdings sollten Kinder in einem neuen Zuhause schon verständig genug sein, den Hund nicht zu sehr zu bedrängen. Denn Alton ist etwas hilflos, wenn ihm Menschen, ob klein oder groß, zu sehr ihre Zuneigung zeigen, er klappt die Öhrchen an, das Stummelschwänzchen wird angeklappt und er erstarrt und wartet, bis die gruselige Liebesbekundung vorüber ist. Dabei schmust er sehr gerne und drückt sich auch richtig an einen dabei - wenn er jemanden gut kennt bzw. selbst dosieren kann. Er hat keinerlei Anstalten gemacht, sich seiner Haut zu wehren bei derlei Bedrängung, aber angenehm ist es ihn definitiv nicht.

Alton ist fasziniert von der Welt und kommt manchmal aus dem Staunen nicht mehr heraus. So viel Input kann auch stressen, daher sollten Spaziergänge erstmal nur in ruhiger Umgebung stattfinden oder kurz gehalten werden. Wald und Feld sind aber kein Problem, denn auch Rehe bestaunt er nur und versucht nicht nachzujagen. Allerdings muss er an der Leine geführt werden, weil er von so vielen Dingen noch so abgelenkt ist, dass er ein Rufen dann leicht überhört. Kein Ungehorsam an sich, er hat nur keine Hirnzellen mehr übrig, denn die sind alle damit beschäftigt, Grashalme, Blätter und Vögel zu bestaunen. :)

Susi wurde zusammen mit ihrem Freund Alton durch die Polizei eingefangen. Denn ihr Besitzer war verzogen und ließ die Hunde alleine zurück, um das Grundstück zu bewachen. Von dort sind die beiden immer wieder ausgerissen.

Susi hat eine recht stoische Natur. Entsprechend begeistert sie sich auch nicht sofort für fremde Leute, ist aber auch nicht unfreundlich, sie wartet halt erstmal ab, bevor sie Wellen schlägt. Bei bekannten Leuten aber kommt dann die Albernheit raus, sie hüpft rum und "bruddelt" auch gern zur Begrüßung ihrem Mensch entgegen.

Susi ist allgemein recht gemütlich unterwegs - ganz die Jüngste ist sie ja nun auch nicht mehr. Umso überraschender sind dann ihre albernen Galopphoppler von Zeit zu Zeit - einfach mal so zum Spaß, wenn's sie überkommt. Susi ist ohnehin ziemlich lustig, wenn man genug Zeit mit ihr verbringt, um nicht nur ihre stoische Ader zu kennen. Sie spielt sehr gern und witzig mit puscheligen Spielis "Fang das Mäuschen" - vorzugsweise im Liegen. Ballspielen erachtet sie eher als unnötige Energieverschwendung.

Sie mag es sehr, sehr gerne gestreichelt zu werden und legt dabei gern die Pfote auf den streichelnden Menschen. Anders als ihr Kumpel Alten steht sie nicht so auf Küsschen (was durchaus auch Vorteile hat bei dem Sabberaufkommen), kuschelt aber gerne ihren Kopf an ihren Menschen.

Wie ihr Freund Alton findet auch Susi Kinder in Ordnung und scheint auch nichts gegen die Nachbarkatzen zu haben. Sie sieht die Katzen (und auch Rehe etc) noch um einiges gelassener als Alton. Auch entgegenkommende Hunde sind ihr keinen Aufreger wert: Alton wird schon mal hampelig, wenn er angebellt wird, während Susi da nur nen müden Blick für übrig hat.

Susi ist unglaublich loyal gegenüber ihrem Mensch. So ist auch Freilauf kein Problem. Nur eine Sache gibt's, die lässt die Loyalität manchmal etwas in Vergessenheit geraten: ESSEN. Da entscheidet sich Susi dann doch gegebenenfalls dafür, zuerst das Essen zu verputzen, um dann - satt? - nachzukommen - jagdliche Kirrplätze, Grillplätze und Picknickwiesen sollte man also lieber nur an der Leine passieren.




Alton und Susi waren zusammen vermittelt, doch Alton pieselte vermehrt in die Wohnung. Das von Welpen bekannte Problem: Man geht 30min raus, der Hund guckt und guckt, pieselt auch mal und guckt, man kommt rein, 10 Minuten Ruhe und er pieselt rein. Natürlich auch nach Abfahrt zur Arbeit. Daher kam Alton aus der Vermittlung wieder zurück. Auf der Pflegestelle war Alton vor Vermittlung stubenrein und ist es danach auch (jeden Morgen 4-5h alleine ohne Möglichkeit, sich draußen zu lösen). Allerdings liegt die Stelle am Ortsrand, direkt am Wald, so dass es nicht so viel Aufregendes gibt, was vom Pieseln ablenken kann. (Wildgeruch stört ihn nicht. Auch die Nachbarkatzen nicht.) Man sollte also eine entsprechend ruhige Gassistrecke in der Nähe haben oder ein Grundstück oder aber entsprechend Zeit investieren können und wollen, das mit ihm zu üben.