Die Podiumsdiskussion der Heilbronner Stimme am 03.03. im gutbesetzten Foyer der VHS in Heilbronn brachte für den Tierschutzverein keine wesentlichen neuen Erkenntnisse.
Bürgermeister Harry Mergel als Vertreter der Stadt Heilbronn und Ittlingens Bürgermeister Achim Heck als Vertreter der 46 Landkreisgemeinden diskutierten mit Silke Anders (Vorsitzende des Tierschutzvereins Heilbronn) und Herbert Lawo (Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Baden-Württemberg) über die Aufgaben des Tierschutzvereins sowie über den Neubau oder eine Sanierung. Moderiert wurde die Diskussion von Bärbel Kistner und Reto Bosch (beide Heilbronner Stimme)

Nachdem die Standpunkte geklärt und die Pläne eines möglichen Neubaus von Architekt Michael May erläutert wurden, entspann sich eine interessante Diskussion über eine mögliche Finanzierung der beiden Optionen.
Achim Heck wies auf die Schwierigkeit hin, alle 46 Landkreisgemeinden unter einen Hut zu bringen und beschränkte sich auf den rechtlichen Status Quo.
Die Position der Stadt Heilbronn war dagegen von den zahlreichen Besuchern schon schwieriger zu beurteilen. Auf der einen Seite ortete man die "Herren des Verfahrens" beim Tierschutzverein, andererseits bestimmte man aber die Termine (30.06.2010) und hielt sich ansonsten recht bedeckt. So blieb Mergel die Antwort auf die Frage von Diskussionleiter Reto Bosch schuldig, wie das derzeitige Tierheim-Gelände (das derzeit vom Tierschutzverein gepachtet wird) zu bewerten sei. Auch bezeichnete er die Arbeit der Tierschützer als "Hobby" und setzte den Tierschutzverein mit einem normalen Verein gleich und bezeichnete den Aufwandsersatz für Fundtiere als "Zuschuss", außer acht lassend, dass der Tierschutzverein die gesetzliche Pflicht der Kommunen (ausgesprochen kostengünstig!) ersetzt und im Abrechnungsmodell kein als "Zuschuss" zu bezeichnender Betrag enthalten ist.
In der abschließenden Fragerunde bot Obermeister Hermann Christ aus Brackenheim die Unterstützung der Maler- und Lackiererinnung an. Zehn Unternehmen aus der Region haben ihre Hilfe bei Neubau oder Sanierung an.
Wir hoffen, dass viele Privatpersonen und Unternehmen diesem Beispiel folgen.
Und auch die Vertreter der Kommunen ließen es sich nicht nehmen, an die Unterstützung durch die Bevölkerung zu appellieren und argumentierten, dass, je mehr gespendet wird, umso mehr wird gezeigt, dass den Menschen das Thema am Herzen liegt.
Sicherlich hätte die Diskussion noch lange weitergehen können, aus zeitlichen Gründen wurde nach zwei Stunden aber die Veranstaltung beendet.


Die Spendenaktion der Heilbronner Stimme entwickelt sich ausgesprochen positiv.
Bereits am 12.03. wurden mehr als 100.000 Euro von über 1.200 Menschen gespendet.
Bislang sind es über 175.000 Euro.