Meine süße Merle,
du warst mein Tieger, mein Engel, mein Liebling.
Du und deine Schwester Milou kamen kurz vor Weihnachten 2012 aus dem Heilbronner Tierheim zu uns und hast mein Leben verändert. Du hast mich glücklich gemacht.
Jeden Morgen, wenn ich das Haus verlassen habe, hast du mich verabschiedet. Jeden Nachmittag wenn ich heim kam, hast du mich begrüßt.
Du hast so gerne mit den Gummibällen gespielt, hast sie mir manchmal wieder gebracht, wie ein Hund.
Du hast dich so gern auf den Schreibtisch neben oder auf meinen Laptop gelegt. Du hast es so geliebt, mit mir zu schmusen. Du warst diejenige, die manchmal mit mir im Bett geschlafen hat und warst morgens die Erste, die mich im Bett begrüßte und mit einer Schmuseeinheit den Tag gut beginnen lies.
Du liebtest mein Bett und lagst selbst im Hochsommer unter drei dicken Decken in meinem Bett.
Du konntest ein Schmusetieger sein oder ein wilder Tieger. Du warst so besonders und einzigartig.
Seit ich auf Reisen bin, hast du mich vermisst, du hast begonnen, über all hin zu machen. Du mochtest die Hunde meiner Mutter nicht, so musstest du seit einem Monat, nur noch in meinem Zimmer leben. Es wäre nicht mehr lang gewesen, und wir wären wieder vereint gewesen. Ich habe Pläne gemacht, für meine eigene Wohnung, in der du einen Balkon gehabt hättest. In der keine Hunde gewesen wären. In der alles euch gehört hätte. Ich hatte so viele Ideen, meine Wohnung für meine drei Süßen zu gestalten und es zum Katzenparadies zu machen.
Die Nachricht meiner Mutter gestern, dass du instabil bist, dass du dehydriert und kalt bist und Wasser in der Lunge hast, traf mich hart. Durch die Zeitverschiebung habe ich erst gestern Nachmittag erfahren, dass du Vorgestern über die Regenbogenbrücke gehen musstest. Und ich meinen Engel verloren habe. Es ging mir die letzten zwei Tage vor deinem Tod nicht gut und ich wusste nicht wieso. Ich war betrübt, mir war nach Weinen zumute und ich wusste nicht wieso. Jetzt weis ich es, denn wir hatten diese besondere Verbindung zueinander.
Ich werde mich gut um deine Schwester kümmern und dich nie vergessen.
Ich werde mir nie verzeihen können, dich so lange unglücklich zu lassen, dich alleine zu lassen, als du krank warst und dass du letzten Endes gehen musstest, ohne zu wissen, dass ich dich nicht zurück gelassen habe, dass ich nur eine lange Zeit weg geblieben war.
Ich hoffe, du kannst mich sehen, von dort wo du jetzt bist und kannst mir verzeihen.
Ich liebe dich so sehr.
In Liebe
Maren. Mit Maya und Milou.