Das schwere Los der freilebenden Katzen Baden-Württembergs 

Das schwere Los der freilegenden Katzen     Um der sich ständig vergrößernden Zahl freilebender Katzen Einhalt zu gebieten, ist der ständige Einsatz von Tierschützern unerlässlich – denn nur die Kastration der Tiere verhindert ein unkontrolliertes Populationswachstum und damit ein Zunehmen des Leidens der Tiere. Das Einfangen und die Betreuung der Tiere werden ehrenamtlich geleistet, doch die Kastration und Versorgung kosten viel Geld...
Sie sind scheu und meistens sieht man sie nicht – und doch sind sie da! Freilebende Katzen, landläufig oft als Streuner bezeichnet, sind nicht nur ein Thema der südeuropäischen Länder, wo wir die dünnen und oft zottigen oder kranken Tiere während eines Urlaubs sehen, sondern sie sind auch hier, mitten unter uns. Schätzungen zufolge gibt es ca. zwei Millionen freilebende Katzen in Deutschland, die meist versteckt in Scheunen, verwilderten Grundstücken oder Fabrikanlagen leben. Je mehr Tiere es in einem Gebiet gibt, desto mehr nimmt auch das Leid der einzelnen Katzen zu, bedingt durch Futterknappheit, Ansteckungskrankheiten oder Parasiten. Freilebende Katzen sind keine Wildtiere, sie sind die verwilderten Nachkommen unserer Hauskatzen und dementsprechend nicht mehr in der Lage, wie ein Wildtier für sich selbst zu sorgen. Das drückt schon ihre „Sprache“ aus: Jedes Menschenkind lernt, dass eine Katze „Miau“ macht, doch keine der bekannten Wildkatzenarten nutzt diese Laute! 

Eine Katze in menschlicher Obhut kann gut 15 - 20 Jahre alt werden, die Lebenserwartung einer freilebenden Katze liegt bei nur 1,5 - 4 Jahren. Doch trotz der hohen Sterblichkeitsrate steigt die Zahl der Tiere stetig an, denn bereits jetzt werden die weiblichen Katzen rollig und ab Anfang April wird der erste Nachwuchs da sein, in der Regel 4 - 6 Junge pro Katze, von denen nur knapp 3 überleben. Eine Katze wirft ca. 2 x pro Jahr und bereits mit ca. ½ Jahr sind die Jungtiere selbst wieder fortpflanzungsfähig. Dadurch wächst die Katzenpopulation sehr schnell, „pyramidenartig“, wie in der beigefügten Zeichnung dargestellt ist.

Katzenpyramide

Um das Populationswachstum und das damit verbundene Leid einzudämmen, sind Tierschützer Jahr für Jahr aktiv: Die scheuen Tiere werden mit Lebendfallen eingefangen, zum Tierarzt gebracht und dort untersucht, wenn nötig behandelt, kastriert und dann dort wieder frei gelassen, wo sie zuvor gelebt haben. Die entstehenden Kosten tragen fast ausschließlich die Tierschutzvereine, die diese Arbeit über Spendengelder finanzieren müssen und deshalb dringend auf Spenden angewiesen sind. Der Landestierschutzverband Baden-Württemberg e.V. unterstützt die Katzenkastrationsaktionen seiner Mitgliedsvereine finanziell mit einem Spendenfonds. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie einen kleinen Betrag geben würden:

Online Spenden unter https://www.betterplace.org/de/projects/50671-strassenkatzen-spende-fur-ein-leben-ohne-leid

oder

Spendenkonto des Landestierschutzverbandes-BW e.V.
Stichwort „Katzenkastration“
IBAN: DE36 6805 0101 0002 3919 99
BIC: FRSPDE66XXX
Sparkasse Freiburg


oder Sie unterstützen direkt Ihren Tierschutzverein vor Ort:

Tierschutzverein Heilbronn und Umgebung e.V.
Stichwort „Katzenkastration“
IBAN: DE19 6205 0000 0000 0288 86
BIC: HEISDE66XXX
Kreissparkasse Heilbronn 


Text & Fotos 07.02.2019: Landestierschutzverband Baden-Württemberg e.V.