Pressemitteilung 18. Mai 2020: Tierheime benötigen Finanzhilfen

     

Die Corona-Pandemie setzt die Tierheime finanziell unter Druck. Fest eingeplante Einnahmen aus Festen, Basaren und Flohmärkten sind weggebrochen.
Das betrifft auch den Tierschutzverein Heilbronn und Umgebung.

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Er unterstützt deshalb die Forderung des Deutschen Tierschutzbundes nach einem Hilfsfonds des Bundes. Derzeit kann sich der Verein noch auf seine Spender verlassen. „Wir wissen aber nicht, wie sich das Spendenaufkommen während der Corona-Krise entwickeln wird“, sagt Vereinsvorsitzende Silke Anders. Der Heilbronner Verein rechnet im laufenden Jahr mit Ausgaben von rund 996.000 Euro.

Der Deutschen Tierschutzbund hält es für notwendig, dass der Bund einen rückzahlungsfreien Sondertopf in Höhe von mindestens 65 Millionen Euro einrichtet, um die schlimmsten Corona-Nebenwirkungen aufzufangen. „Wenn der Bund sich weigert, alleine zu handeln, dann muss er sich mit den Ländern einigen. Wenn jetzt nicht sofort geholfen wird, dann kann es für viele Einrichtungen am Jahresende zu spät sein. Der Schaden läge dann weit höher als 65 Millionen“, befürchtet Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Und weiter: „Obwohl wir es begrüßen, dass die Länder unserer Forderung nach Unterstützung nachkommen, erleben wir derzeit ein föderalistisches Durcheinander: Die Regelungen für Hilfsgelder sind sehr divers, lassen Spielraum für Interpretation und noch ist offen, ob die Gelder wirklich überall unkompliziert und schnell genug fließen“, kritisiert er.  

Häufig sei die Abrufbarkeit der Gelder an den Zweckbetrieb gebunden; es müsse ein Gewinneinbruch nachgewiesen werden. „Genau hier liegt das Problem“, berichtet Silke Anders von ihren Erfahrungen aus der Praxis. Für die gemeinnützigen Tierschutzvereine und ihre Tierheime müssten jedoch ausdrücklich auch die wegfallenden Einnahmen aus dem ideellen Bereich herangezogen werden. Die aber lassen sich für das laufende Jahr noch nicht absehen. Zudem, so Thomas Schröder, werden bestehende Länderinvestitionstöpfe umgewidmet, etwa für Futterzuschüsse, was dazu führt, dass die eigentlich für Investitionen vorgesehenen Mittel sinken. 

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