Pressemitteilung 1. September 2020: Tödliche Gefahren für Katzen

     

Halsbänder, Regentonnen oder gekippte Fenster können zur tödlichen Falle für Katzen werden. Darauf weist der Tierschutzverein Heilbronn und Umgebung in einer Pressemitteilung hin. Aktueller Anlass ist eine Fundkatze. 

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Das Tier hatte eine Pfote lange Zeit im Halsband verhakt. Die Folgen sind eine offene Wunde unter der Achsel und ein versteiftes Bein. Dieses musste nach Angaben des Tierschutzvereins amputiert werden.

 „Bei der Fellpflege, beim Spielen oder Klettern können die Tiere in den Halsbändern hängen bleiben, Quetschungen erleiden und sich strangulieren“, erklärt die Vereinsvorsitzende Silke Anders. Im schlimmsten Fall endeten solche Fälle tödlich. Daher warne auch der Deutsche Tierschutzbund alle Katzenhalter davor, ihrem Stubentiger auf Freigang ein Halsband umzubinden. Wer sein Tier vor lästigen Parasiten wie Flöhen und Zecken schützen wolle, könne hierzu auf entsprechende Medikamente zurückgreifen. Und zur Kennzeichnung des Tieres biete ein registrierter Chip oder eine Tätowierung eine viel besserer Alternative.

Das Heilbronner Tierheim muss sich immer wieder um Katzen kümmern, denen Halsbänder zum Verhängnis geworden sind. „Eine genauso große, oft unterschätze Gefahr geht auch von gekippten Wohnungsfenstern aus“, sagt Silke Anders.  Nicht selten versuchten die Stubentiger durch den schmalen Spalt einen Weg ins Freie zu finden, bleiben mit dem Körper hängen und ziehen sich - immer tiefer rutschend - schwere Quetschungen zu.

Auch nicht abgedeckte Regenfässer werden immer wieder zu einer tödlichen Falle für Katzen. Die Tiere können nicht zwischen einem dunklen Deckel oder der ebenfalls dunklen Wasseroberfläche unterscheiden und springen, festen Untergrund erwartend, direkt ins Wasser. Hieraus gibt es keine Chance mehr zu entkommen: sie paddeln bis zur Erschöpfung und ertrinken dann qualvoll. 

Der Tierschutzverein bittet darum, Fässer abzudecken, um diese Gefahrenquelle für die Samtpfoten zu beseitigen. 


Das Foto zeigt den Jungkater Conner, der sein rechtes Vorderbein im Halsband verhakt hatte. Dadurch endstand die offene Wunde unter der Achsel, das Bein ist steif geworden und musste amputiert werden.

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